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mit eigenen und allg. Meldungen aus dem Buchhandel

LuuBooks Pressemeldung vom 10.04.2007
Weihnachten nur noch Thalia & Hugendubel?
Seit September 2006 können wir – ein unabhängiger Internet-Buchanbieter - verstärkt beobachten, dass die Konzentration im deutschen Buchhandel zunimmt. In der Schweiz und Österreich wird die gleiche Entwicklung gerade gestartet (WELTBILD mit EDEKA quasi gleich um die Ecke.) Praktisch im Wochenrhythmus wurde bis heute entweder von Hugendubel oder von Thalia ein kleiner Mittelständler mit seinen bis zu drei Läden aufgekauft. Beobachter wie wir haben den Eindruck: Wollte einer nicht gleich verkaufen, wurde einfach in Sichtweite eine neue Thalia-Buchhandlung eröffnet.

Fast könnte man glauben, die kleinen Buchhändler müssten eigentlich alle mit dem Rücken zur Wand stehen.
Denn Dank unserer Globalisierung gibt es mittlerweile überall fast alles zu kaufen.
Das gilt auch für das Buch. Um jeden potentiellen Buchkäufer bemühen sich viele Mitbewerber in der eigenen Stadt und Abertausende Buchshops, die ebenfalls alle das Gleiche anbieten.

In manchen Buchläden geht es bereits zu wie bei unseren allseits beliebten Lebensmitteldiscountern. Die großen Verlage bedienen gleich ganze Regalwände, alle Titel sauber präsentiert, so richtig zum Zugreifen, jedes teure Stück schön attraktiv nebeneinander gereiht. Der Rest wartet in Bodennähe, Rücken an Rücken.
Bei den Kinderbüchern wird es gleich noch kuscheliger. Da bringen die Verlage gleich die eigens kreierten Buchständer mit. Und raten Sie mal, wo die Kleinen mit Mama im Schlepptau hinrennen?

Nicht zu vergessen, dass die Buchhändler während des Internethypes zu Beginn des 21. Jahrhunderts selbst viel, viel Geld für Internetshops schlichtweg verbraten haben. Mit der Erfahrung:
Ja, im Buchladen anlesen und bei den großen wie Ama…, Libr…, Abeboo… usw. dann gemütlich im Internet bestellen und bequem ins Haus senden lassen.
Damit Sie zu Weihnachten nicht nur bei Thalia und Hugendubel stöbern können, gibt es auch www.luubooks.de. Das können wir alles auch und doch einiges mehr.
Wir sind sowohl Partner für den Buchhändler (falls dieser sich mal in größerem Ausmaß für deutsche Kleinverlage interessiert; die Schweizer Kollegen sind da schon weiter!), also auch für unsere geschätzten Kunden, die ganz bewusst etwas abseits des Mainstream Bücher kaufen wollen. Gleichzeitig können wir unseren Verlagen und Autoren einiges mehr bieten und haben deshalb zum Beispiel ein besonders attraktives Sortiment für den bibliophilen Buchliebhaber.
Seit kurzem sind wir zusätzlich aktiv im Musikbereich. Konzentration auch dort. Kioske, Tankstellen, Lebensmitteldiscounter, Internetshops und viele Anbieter mehr.

Aber was ist mit der Kunst, dem Klangerlebnis jenseits des digitalen MP3-beschnittenen Klangspektrums? Soll die Audio-CD als Zwischenpuffer der Musikindustrie nach gerade mal knapp zwei Jahrzehnten nun endgültig Vergangenheit sein?
Die kleineren, individuelleren Musiklabels erfreuen sich eines verstärkten Interesses an dem Besonderen, der speziellen Auflage, dem Plattencover oder der sehr beliebten guten sicheren Vinylschallplatte als Medium.
Musik kann man nicht nur hören, sondern vor allem auch fühlen! Zurück zum Ursprung. Zeitlose Musik als universelle Sprache oder Erlebnis. Sie werden überrascht sein, was jenseits von Formatradio, Viva und Co. auch ohne großen Medienrummel veröffentlicht wird. Interessante gute Musik gibt es aus jedem Genre und von jedem Flecken der Erde.
Auch das bieten wir unsere audiophilen Kunden gerne an.
Eben klein fein und erlesen!

LuuBooks Pressemeldung vom 30.11.2006
Nach dem Strom und dem Gas jetzt das Buch?
Auf den ersten Blick steht die Buchbranche prächtig da: Noch nie hat es so zahlreiche Novitäten, noch nie so viele alte Bücher lieferbar gegeben. Zu keiner früheren Zeit war gedrucktes Wort so preiswert, ja mitunter so spottbillig wie heute.

Dennoch ist vielen Teilnehmern in der Branche bange vor der Zukunft. Erst entstanden durch Konzentration im Verlagsbereich wahre Kommunikationsriesen. Sollte ihr Hauptmotiv Gestaltungskraft gewesen sein, so hat die aktuelle Entwicklung eines Besseren belehrt. Der Handel hat nachgezogen und sich zu gigantischen Unternehmen zusammengeschlossen, die mit riesigen Umsätzen selbst Verlagsgiganten in den Schattenstellen – und weitgehend entmachten. Es ist nämlich der Handel, der heute die prägenden Entscheidungen fällt: Vieles stellt sich als Nivellierung dar, die sich auf (anscheinend) im Voraus erkennbar gängige Titel konzentriert. Massentaulichkeit und Warenumsatzgeschwindigkeit entscheiden heute darüber, ob ein Autorin, ein Autor überhaupt gedruckt wird oder nicht! Die Titel in den großen Buchketten werden immer ähnlicher ausgestattet und präsentiert. Und selbst die im Grunde unabhängigen, kleineren Buchhandlungen schielen mehr und mehr nach den Bestsellern der Großen. Kurz: Was Millionen Deutsche durch die Konzentration auf dem Energiesektor erleben mussten, spielt sich vor ihren Augen jetzt auch in der Buchhandlung ab. Gedruckt wird nicht mehr, was der individuelle Leser vermutlich gerne lesen würde. Das Angebot reflektiert nicht mehr die fantastischen Interessen der Kernleserschaft. Das ist nicht nur einer Kulturnation unwürdig – es ist auch eine Gefahr für das Buch generell. „Bestseller werden erst gekauft, und dann gelesen“ – das erklärt, warum so viele schlechte Bücher kommerziell so erfolgreich sind.

"Doch es tut sich was, und die Bewegung kommt von den Rändern“, schrieben kürzlich die Branchenkenner Gerhard Beckmann und Volker Hasenclever im „BUCHMARKT Oktober 2006“. Der Kleinverleger Joachim Unseld hat einen Deutschen Buchpreis eingerichtet; eine Gruppe kleiner literarischer Verlage winkt mit dem Kurt-Wolff-Preis. Im Schweizerischen Olten wurde die erste Publikumsmesse mit den Werken aus Kleinverlagen abgehalten. In Österreich gibt es ähnliche Überlegungen.
In Deutschland ist es LuuBooks gelungen, das erste Jahr seit der Gründung erfolgreich abzuschließen: Die erste überregionale Plattform für Kleinverlage im Internet. Mögen Sie Perlen in Buchform?
Dann zu LuuBooks!

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